Homepage der Fahnenschwinger der
                          Vereinigung der
                          Freien Konstanzer Blätz
                          Historische Stadtwache Konstanz e.V.
Die Historische Stadtwache Konstanz  wurde im Jahr 1971 gegründet. Sie setzt sich aus mehreren Gruppen zusammen: Den Stadtwächtern, den Fahnenschwingern, der Musikgruppe und der Frauengruppe. Alle Kleider und Uniformen sind nach authentischen Vorlagen aus dem 15. Jahrhundert gestaltet.

Stadtwache

Die Ursprünge der Historischen Stadtwache lassen sich bis ins frühe Mittelalter zurückverfolgen. Damals hatten die Stadtwächter die Aufgabe Gefahren von der Stadt abzuwenden, ausbrechenhdes Feuer zu melden, für die Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung zu sorgen und auch Zölle zu erheben.
Die Mitglieder der Konstanzer Handwerkerzünfte stellten im 15. Jahrhundert die Stadtwächter, die Zunft der Metzger den Hauptmann. Zünfte waren damals ein fester Bestandteil der städtischen Gesellschaft und im Kriegsfall wurde von jeder Zunft einen bestimmten Teil der Wehr- und Stadtmauer verteidigt.
Auf Grundlage des Richtebrief von 1351 und des Rote Buchs von 1460, das die Satzung für die Wächter enthielt, übernahmen jeweils für ein Jahr Mitglieder der Konstanzer Zünfte die Aufgabe der Stadtwache. Immer am Martinitag wurden die alten Wächter entlohnt und die neue Wache vereidigt.
Diesen Brauch führt die Historische Stadtwache fort und zeigt am 11.11. jedes Jahres am Obermarkt bzw. auf der Marktstätte in Konstanz die Wachübernahme.
Die Stadtwächter ziehen mit der Musikgruppe, begleitet von den Fahnenschwingern und der Frauengruppe vom Pulverturm zur Marktstätte.

Die Uniformen der Fahnenschwinger basieren auf den Wandgemälden des Hauses "Graf Zeppelin" in Konstanz. Die Grundlagen für die Historische Stadtwache sind der Richtebrief von 1351, das verliehene Recht auf eigene Trompeter von 1417, das Rote Buch von 1460, sowie das Fahnenbuch des Jakob Köbel von 1544.

Die Frauengruppe repräsentiert mit ihren historischen Gewändern die Ehefrauen und Töchter der Zunftmitglieder. Verheirateten Frauen waren damals an ihrer weiße Haube zu erkennen, während ledigen Frauen oder Töchter keine Haube trugen. Die Kleidung der Frauen ist, wie auch die Uniformen der Stadtwache, dem Stil des 15. Jahr- hunderts nachempfunden. In dieser Zeit waren die Kleider der Frauen noch sehr einfach gestaltet.

-> Fotos vom Auftritt der Historischen Stadtwache in Tabor (Cz) 2006

Stadtwache